Kiwis und Gletscher

Ich habe es doch gewagt, zu versuchen einen Kiwi in freier Natur zu sehen, und zwar mit Erfolg! In Okarito konnte man eine Tour machen, bei der man in der Dämmerung einem Kiwischützer folgt, der die sehr seltenen und reviergebundenen (und gechippten) Rowi-Kiwis in seiner Umgebung kennt und sie auch anmessen kann. Natürlich kann man im Dunkeln nicht durcht den dichten Busch laufen ohne alles aufzuschrecken. So standen wir dann nach etlichen Trockenübungen mucksmäuschen still auf der Straße und warteten darauf, dass BZ (so hieß er) oder sein Küken die Straße überquert. Er hat uns den Gefallen getan und zwar hat er vorher noch eine Weile direkt am Straßengraben nach Futter gesucht! Fotografieren konnte man natürlich nicht.

Als nächstes ging es dann zum Franz-Josef-Gletscher (benannt nach dem österreichischen Kaiser). Die Ortschaft Franz-Josef ist eigenartig. Ein Skiresort-Feeling kommt auf, aber das Ganze findet in 300 Metern Höhe statt.

In der Ortschaft gibt es auch eine Kiwistation, in der die Eier aus Okarito ausgebrütet werden. Die Erfolgsquote ist so viel höher als wenn man die Eier im Nest belässt. Danach kommen die Küken nach Queenstown, wo sie an das Leben im Freien gewöhnt und anschließend auf eine raubtierfreie Insel gebracht werden, wo sie bleiben, bis sie so groß sind, dass sie nur noch Autos zu fürchten haben. Der Vorteil: man kann die Küken durch eine Glasscheibe besichtigen und fotografieren!

Danach ging es weiter zum Fox-Gletscher. Auch hier konnte man nicht ganz bis an den Gletscher hinlaufen.

Lake Rotoroa, Blowholes und Frühstück mit Keas

Auf der Südinsel fällt zunächst der fast überall vorkommende Ginster auf:

Lake Rotoroa:

An der Westküste angekommen, haben wir die Pancake Rocks und Blowholes im Paparoa National Park bewundert:

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Am Meer in der Nähe Greymouth haben wir auf einer Freedom Camping Site übernachtet:

Am nächsten Tag sind wir dann völlig überflüssiger Weise 100 km auf den Arthur’s Pass (739m LOL) gefahren, nur um mit den Keas zu frühstücken.

Trotz aller Vorsicht hat er nicht nur das Messer abgeleckt, sondern auch noch den kleinen Buttercontainer mit Resten darin gemopst.

Um die Ecke auf einem Parkplatz waren die jungen Papageien am Werk, zu erkennen an den gelben Abzeichen im Gesicht. Übrigens sind die Vögel rot unter der Flügeln.

neugierig und gut im hopsen:

 

Überfahrt und Abel Tasman National Park

Die Überfahrt auf die Südinsel verlieft reibungslos und die Aussicht auf der langen Einfahrt in einen der Fjorde war sehenswert.

Danach machten wir uns auf den Weg zum Abel Tasman National Park, der an der Küste gelegen ist.

Dort bestiegen wir ein Wassertaxi und fuhren damit die malerischen Buchten des Parks ab.

Unterwegs trafen wir auf diesen New Zealand Seal, der frischen Oktopus verspeiste:

Auf dem Rückweg sind wir ausgestiegen und einen Teil der Strecke gewandert.

Wellington

Von Wellington aus haben wir eine Fähre auf die Südinsel genommen. Aber vorher hat uns Wellington positiv überrascht.

Blick früh morgens auf die Stadt:

Das Te Papa Museum von oben, auf dessen Parkplatz wir übernachtet haben. Das Museum selbst ist kostenlos und hat Neuseeland bzw. Aotearoa zum Thema: Vulkane, Erdbeben,Kiwis und Maori. Sehr interessant.

Wieder ein Tui:

Maori Versammlungsplatz im Museum:

In der Stadt:

Aber besonders herausragend war das Angebot an Essensmöglichkeiten. Buden und Restaurants aus aller Herren Länder:

und ein Steampunk-Kiwi:

Rivendell (Kaitoke Regional Park)

Auf dem Weg nach Rivendell kamen wir in Horopito an diesem wild romantischen Schrottplatz vorbei:

Innen gabe es ein umfangreiches Lager an Ersatzteilen, z.B. Zündspulen (links) und Radkappen (rechts)

In Kaitoke war dann auch alles richtig beschriftet:

 

Es gab einen schönen Rundgang durch den Urwald:

Auch übernachten konnten wir da:

Mt. Doom

Als nächstes stand Mt. Doom, bzw. Ngauruhoe, auf dem Programm. Zunächst ein Blick auf drei Vulkane über Lake Taupo:

Beim näheren Hinsehen erschien uns der Aufstieg wenig pragmatisch:

Also haben wir aus den Fehlern anderer gelernt und haben die Adler, bzw. ein Flugzeug bemüht.

Mt. Ruapehu und Mt. Taranaki

Und hier ist das Loch, in das der Ring rein muss.

Kiwis und Vulkane

Da wir zwischenzeitlich Probleme mit dem Internet hatten, folgen nun erst einmal ein paar Nachträge.

 

Am selben Abend haben wir noch Glühwürmchen in freier Wildbahn, d.h. hinter einen Restaurant, auf dessen Parkplatz wir übernachtet haben, gefunden:

In Waitomo wurde außerdem noch das Otorohanga Kiwi House beworben

.

Auch hier macht die Fotografie keinen Sinn, da die Kiwis in Gehegen mit entgegengesetztem Tag-/Nacht Rhythmus gehalten werden. So haben wir einen Little Spotted Kiwi gesehen und zwei braune Kiwis. Selbst in dem Gehege waren sie in einiger Entfernung nur schemenhaft zu erkennen, erst wenn sie ganz dicht an der Scheibe waren, konnte man sie gut sehen. In der freien Wildbahn hätte man keine Chance als Laie.

Interessanter Weise legen die Weibchen (je nach Art 1,5 kg – 4 kg) 1 -2 riesige Eier, hier im Vergleich zu einem Straußenei:

Es gab natürlich auch noch andere Vögel in dieser Station, z.B. Kakas und Keas

Danach haben wir uns aufgemacht nach Rotorua, eine Stadt im Zentrum von geothermischer Aktivität.Im Stadtpark sind die brodelnden Löcher eingezäunt, damit niemand versehentlich in das kochend heiße Wasser gerät. Auch sonst ist die Stadt mit brodelnden Löchern durchsetzt.

Nicht nur in der Stadt gibt es Geothermie, sondern auch außerhalb:

In diesem Park wird täglich um 10:15 Uhr der Lady Knox Geysir mit Seife gestartet. Praktisch für die Touristen und die Parkbetreiber. Trotzdem muss man da an den Old Faithful im Yellowstone Park zurückdenken, der sehr zuverlässig von selbst ausbricht.

Unterwegs zu den Hukafalls haben wir einen Tui gesehen, der sich über den Nektar des blühenden Baumes hergemacht hat:

Der Vogel zeichnet sich durch seinen sehr elektronisch anmutenden Ruf aus.

 

Coromandel – Cathedral Cove und Hot Water Beach

(Nachtrag vom 3. November)

Nachdem wir unser Wohnmobil abgeholt hatten, sind wir zunächst zu der Coromandel Halbinsel mit seiner beeindruckenden Küstenlandschaft gefahren.

Unterwegs haben wir einen kleinen Abstecher auf eine vom Autovermieter nicht vorgesehene Gravelroad gemacht:

Cathedral Cove:

und der Hot Water Beach. Der Clou ist hier, dass aus dem Sand sehr heißes Wasser hochsteigt. Man gräbt sich also ein Loch, oder verwendet ein vorhandenes und genießt ein heißes Bad:

Wer dicht am Wasser gräbt, bekommt Wechselbäder!

 

 

Hobbiton

Heute morgen waren wir bei leider teils strömendem Regen am Movieset in Hobbiton. Schon die Landschaft drum herum kann man sich bestens als „the Shire“ vorstellen:

Anschließend haben wir uns zu den Glowworm Caves in Waitomo aufgemacht, wo das Wetter natürlich sonnig war. Die „Glühwürmchen“ waren äußerst beeindruckend und haben mit denen bei uns nichts zu tun. Diese Insektenlarven leuchten am Hintern, um Insekten oder andere Beutetiere an ihre Klebefäden zu locken. In den Höhlen durfte man nicht fotografieren, daher hier eine Postkarte:

 

Im übrigen ist es unheimlich grün auf der Nordinsel, Pferde tragen größtenteils Regenmäntel, Bäume erreichen gewaltige Größen und überall zwitschert es. Die Leute sind sehr freundlich und das Essen ist eine Herausforderung.

Der Bericht über unseren gestrigen Ausflug nach Cathedral Cove und den Hot Water Beach reiche ich sobald wie möglich nach. Morgen früh hoffe ich, meinen ersten Kiwi zu sehen.

There and Back Again – Ein Bericht über unsere Neuseelandreise

Die Hinreise war sehr unproblematisch, nicht zuletzt weil wir es uns ab Dubai für die nächsten 16 Stunden einfacher gemacht haben:

So kamen wir am späten Vormittag in Auckland auf der Nordinsel an und hatten, nachdem wir unser Motelzimmer in Flughafennähe bezogen hatten, Gelegenheit die Stadt zu besichtigen. Praktisch erscheint uns die Tatsache, dass die Uhrzeit genau 12 Stunden versetzt ist.

Auckland selbst hat eine schöne Lage direkt am Meer. Es gibt viele viktorianische Häuser, die durchsetzt sind von mehr weniger großen Bausünden.

Der öffentliche Nahverkehr funktioniert übrigens gut.